Dienstag, 30. Juni 2015

Gastvortrag 01.07.2015-Reditus, freistehende Altäre, und die frühe Verehrung von Augustus in Rom

Der morgigen Gastvortrag wird von Megan Goldman-Petri, M.St. aus Priceton/München zum Thema
Reditus, freistehende Altäre, und die frühe Verehrung von Augustus in Rom
gehalten.

In den Res Gestae (11-12) schreibt Augustus selbst, dass zwei Altäre, die Ara Fortunae Reducis und die Ara Pacis Augustae, zur Feier seiner Rückkehr aus dem Osten 19  v. Chr. beziehungsweise aus Spanien und Gallien 13 v. Chr. vom Senat aufgestellt wurden. Obwohl diese Altäre herkömmlich als triumphale Denkmäler verstanden werden, spreche ich mich in diesem Vortrag für ihren Zusammenhang mit der Entwicklung eines neuen Rückkehrrituals aus, das sich auf das persönliche und leibliche Wohl des Kaisers (salus und valetudo) statt auf den militärischen Sieg konzentrierte. Aus diesem Grund stellen die Altäre zwei der frühesten, speziell für die Verehrung des lebendigen Kaisers aufgestellten Monumente in Rom dar. Durch eine Untersuchung der topographischen Kontexte der Altäre möchte ich zeigen, wie die beginnende Verehrung des Kaisers in der städtischen Struktur der Hauptstadt lesbar gemacht wurde.

Hierzu sind alle um 18 Uhr c.t. im Seminarraum 165 willkommen.

Dienstag, 23. Juni 2015

Gastvortrag 24.06.2015-Morgantina unter römischer Herrschaft: eine Stadt in der Krise?

Diesen Mittwoch spricht Prof. Dr. Monika Trümper aus Berlin zum Thema
"Morgantina unter römischer Herrschaft: eine Stadt in der Krise?"
 
Die sizilische Stadt Morgantina erlebte im 3. Jh.v.Chr. eine ungeahnte Blüte, die sich in umfassender öffentlicher wie privater Bautätigkeit manifestierte. 211 v.Chr. wurde die Stadt von den Römern erobert und spanischen Söldnern übergeben. Die „römische“ Phase der Stadt wurde in der Forschung lange als dramatischer Niedergang und Verfall gedeutet und vernachlässigt, hat aber in jüngster Zeit verstärktes Interesse gefunden. Ziel des Vortrags ist, die „römische“ Phase der Stadt nach 211 v.Chr. unter methodischen wie archäologischen Gesichtspunkten neu zu bewerten, basierend auf einer Synthese neuester publizierter Forschungen und ersten Ergebnissen laufender Grabungen (South Baths and West Sanctuary Project 2013/2014, http://morgantina.org/). Im Mittelpunkt stehen ausgewählte Monumente, darunter die Agora, öffentliche Badeanlagen, Heiligtümer und Wohnhäuser, die im Hinblick auf mögliche signifikante Veränderungen in Architektur, Funktion und Nutzern nach 211 v.Chr. analysiert werden. Der Vortrag versteht sich als archäologischer Beitrag zu einer deutlich differenzierteren Bewertung des römischen Siziliens, wie sie vor allem in der althistorischen Forschung schon seit längerer Zeit eingefordert und auch geliefert wird.
 
Hierzu sind alle herzlich um 18Uhr c.t. im Seminarraum 165 willkommen.

Dienstag, 16. Juni 2015

Gastvortrag-17.06.2015-Von schlechten Münzen und guten Preisen. Papyrusbriefe als geld- und wirtschaftsgeschichtliche Quellen

Diesen Mittwoch findet der Gastvortrag um 18Uhr c.t. zum Thema
"Von schlechten Münzen und guten Preisen. Papyrusbriefe als geld- und wirtschaftsgeschichtliche Quellen"
statt.
Gehalten wird der Vortrag von Patrick Reinard, M.A. aus Marburg.
 
Papyrusbriefe erlauben einen ungefilterten Blick in das Alltagsleben bzw. in die Kommunikation über das Alltagsleben im kaiserzeitlichen Ägypten. Zahlreich sind die Informationen über ökonomische Themen (Landwirtschaft, Warenverkehr etc.), insbesondere das stete Kommunizieren über Preisentwicklungen sowie den Umgang mit Münzgeld sollen in dem Vortrag behandelt werden.
 
Hierzu sind alle herzlich eingeladen.

Mittwoch, 10. Juni 2015

Magistranden-/Doktoranden-Kolloquium-11.06.2015-Was it all Greek to them? A bioarchaeological view on colonial southeast Italy (c. 600-200 BC)

Morgen findet ein Vortrag zum Thema
"Was it all Greek to them? A bioarchaeological view on colonial southeast Italy (c. 600-200 BC)"
 im Institut für Klassische Archäologie im Seminarraum 165 um 18 Uhr c.t statt:
A series of unprecedented changes took place in the southern part of Italy between the Early Iron Age and the arrival of the Romans. Particularly the process of Greek colonisation has spawned a huge archaeological bibliography. In recent years, research of the contemporary indigenous regions has also taken a giant leap forward, leading to important new insights in the processes of urbanisation and growing social and economic complexity in these areas. This talk touches on some core issues in this debate and explores a clearly understudied key issue in the study of the colonial Greek world, namely its basis of subsistence. It has generally been assumed that the motives for the ancient Greek colonisation of southern Italy related primarily to the need for new farmland and the exchange of farming products such as wine and olive oil. However, existing research lacks insight into the nature and scale of farming in these regions, prior, during and after the establishment of the colonies. This paper will focus on this topic, combining archaeological, archaeobotanical and archaeozoological data to investigate how agricultural land use evolved during the different stages of Greek colonisation. The aim is to move away from the perspective that the Greek colonization had a civilizing effect and the colonies in southern Italy became 'all Greek'. This view is now clearly outdated, but continues to dominate studies of land use in pre-Roman southeast Italy. Instead, it will be shown that considerable regional differences continued to exist, particularly with regard to surplus production and agricultural specialization.
 
Hierzu sind alle herzlich eingeladen.

Montag, 8. Juni 2015

10.06.2015-Gastvortrag- Tempel „immerwährender Jugend“ und „Statuen wie Schauspieler“. Zur statuarischen Ausstattung der Akropolis von Athen in Hellenismus und römischer Kaiserzeit

Diesen Mittwoch hält PD Dr. Ralf Krumeich aus Bonn um 18Uhr c.t. im Rahmen des Forschungskolloquium des Instituts für Klassische Archäologie im Seminarraum 165 einen Vortrag zum Thema
"Tempel „immerwährender Jugend“ und „Statuen wie Schauspieler“. Zur statuarischen Ausstattung der Akropolis von Athen in Hellenismus und römischer Kaiserzeit":
 
In der römischen Kaiserzeit galt Athen als Inbegriff des „wahren und unverfälschten Griechenland“, dessen kulturelle Identität nicht zuletzt auf der Akropolis besonders gepflegt wurde. Neuere Forschungen haben darüber hinaus spezifische Formen der statuarischen Ehrung bedeutender Repräsentanten Roms deutlich werden lassen.
 
Hierzu sind alle Interessenten herzlich eingeladen.